Geschlossen
Nur mal um das Ganze offiziell zu machen. Hier gibt's in Zukunft nichts mehr zu lesen.Weiteren Content von mir gibts auf dem Fotoblog und auf dem Spiele.ZweiPunkNull Blog
Alle Texte bleiben weiterhin im Archiv vorhanden.
Der Zivildienst
Als Wehrersatzdienst (nach Artikel 12a Abs. 2 des Grundgesetzes „Ersatzdienst“ genannt) bezeichnet man Dienste, die anstelle des Wehrdienstes zur Ableistung der Wehrpflicht geleistet werden können. Grundsätzlich ist der Wehrdienst die Normalform. Zwischen ihm und dem Zivildienst als Wehrersatzdienst besteht kein Wahlrecht, sehr wohl aber ein Recht auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen.
Der Staat hat mich relativ spät zum Dienst an der Waffe haben wollen, lag großteils an der Ausbildung die damals angefangen hatte. Also verschob sich das Ganze erstmal um 3 Jahre, und als diese abgelaufen waren: kein Brief, kein Anruf, kein Einzug. Da ich gearbeitet hatte war das auch gut so. Als dann doch der Brief des Kreiswehrersatzamt eingetroffen ist, stand ich also vor der Wahl. War mir nicht sicher was der richtige Weg für mich ist, Wehrdienst oder Ersatzdienst. Beides hat meiner Meinung nach, Vor- und Nachteile. Aber die Tendenz zum Ersatzdienst war sehr stark, was sich letztendlich auch durgesetzt hat. Allein durch meine Lebensweise und Einstellung zum Militär. Und ich bereue keine Sekunde diese Entscheidung, welche verschiedene Gründe hatte.

Mein Zivildienst ist noch nicht mal zur Hälfte vorbei und ich kann jetzt schon mit Sicherheit sagen: Jeder sollte die 9 Monate seines Lebens zum Zivildienst nutzen! Besonders dann wenn man nicht im sozialen oder kulturellen Bereich arbeitet, wie es bei mir der Fall war. Der Grund für diese Aussage ist einfach: Erfahrung. Die Erfahrungen die man, gerade im sozialen Bereich, als Zivildienstleistender macht sind unglaublich interessant. Und mit ein wenig Verstand helfen sie einem sein eigenes Leben besser zu verstehen.
Mag sein dass sich das bei mir sehr stark zeigt, da ich für das Sozialamt Nürnberg arbeite und man hier schon oft mit Schicksalen konfrontiert wird. Aber auch von vielen Anderen hört man Ähnliches, was mich in meiner Annahme stärkt. Sicher gibt es auch einige Erfahrungen die nicht sehr angenehm sind, hatte auch schon einige, aber in der Retrospektive sind das wohl die Ausschlaggebendsten.
Reizen würden mich natürlich auch die Erfahrungen die man beim Militär macht, habe schon viel gehört und bin doch sehr neugierig geworden. Alles drin zwischen echter Kameradschaft und Laufen bis zum Halluzinieren. Das kann man natürlich vorher nicht abschätzen, bei beiden Wegen kann man auch sicher mächtig daneben greifen. Wie bei jeder Arbeitsstelle. Schätze aber, gerade im sozialen Bereich, ist die Wahrscheinlichkeit doch sehr hoch das man mit Kollegen zu tun hat die in Ordnung sind. Wie hoch ist schon die Quote an unsozialen Menschen die im sozialen Bereich arbeiten?
Zivildienstleistende stehen in vielen Einrichtungen sicher nicht an der unteren Stelle der Pyramide. Besonders wenn man sich gut engagiert und den Dienst nicht als 9 Monate verschwendete Zeit sieht, sondern als Gelegenheit Erfahrung zu sammeln die man sonst nicht bekommen würde. Bin gespannt was mir die restlichen Monate noch an Situationen entgegen werfen werden.
Das erste Jahr in Nürnberg
Ist es wirklich schon ein Jahr hier in Nürnberg? Kann mich noch an den Umzug im letzten Jahr erinnern, war wirklich ne schnelle Sache. Anfang August noch die Wohnung gesucht und glücklicherweise gleich bekommen. Der eigentliche Umzug war dann in fast einer Woche erledigt, kann mich noch an viel IKEA und Werkzeug erinnern.
Jetzt sind 12 Monate vergangen und ich hab mich eingelebt, muss zugeben mit einigen Startproblemen. Aber so ist es halt, verläuft nicht immer alles nach Plan. Zum Glück hatte ich keinen detaillierten Plan, nur eine grobe Skizze. Auch wenn nicht alles so lief wie geplant bin ich trotzdem da wo ich jetzt sein wollte. Erfolgreich umgezogen, in einer Stadt die mir taugt und mir alles bietet was ich brauche.

Das einzige was so richtig nach Plan verlief war die tänzerische Seite, die Szene in Nürnberg ist auch eine der lässigsten hier im Land. Über das Jahr wurde viel trainiert und es hat sich auch einiges entwickelt. Nach dem Battle of the Year im Oktober wird dann wieder Resümee gezogen. Hoffe den ein oder anderen neuen Move schaffe ich noch bis dahin. Trainiert wird gerade Twist und Full-Twist Backflip, schon gehobene Stufe wenn es endlich klappen würde. Nicht aufgeben und weitermachen wird wohl das Motto sein.
Andere Hobbys haben leider in die Röhre schauen müssen. Fotografisch läuft zur Zeit gar nichts mehr, die arme Nikon Kamera verstaubt in der Tasche. Finde einfach nicht die Muse, aber habe so das Gefühl das bald wieder der große Fotografie-Flash kommt. Das liegt aber weniger am Mangel an Kreativität, gerade einfach keine Lust zu fotografieren. Im Kreativbereich dreht sich grad alles um Musik. Drehen ist wirklich das Wort der Wahl, habe mir im Winter endlich eigene Turntables besorgt und vor einiges Zeit die passende Software für den Mac. Jetzt rotieren die Plattenteller nonstop, zwar fehlt es mir noch an der ein oder anderen Technik, aber mit der Zeit wird man besser. Wie so oft. Außerdem gibt es noch ein anderes musikalisches Hobby, mit dem ich aber erst angeben will wenn ich besser geworden bin.

Alltag habe ich immer noch keinen wirklichen, je nach dem was ansteht oder sich ergibt. Das ist aber glaube ich was das Jahr so interessant gemacht hat. In drei Jahren Augsburg habe ich nur halb soviel von der Stadt mitbekommen als in einem Jahr Nürnberg. Denke das Auf und Ab, welches sich dieses Jahr so ergeben hat, ist daran Schuld. Und die vielen Charaktere die ich so kennengelernt habe. Schuld daran ist zu einem Teil die Berufe aber auch mein aktuelles Lieblingsspielzeug: Twitter.
Kann nicht sagen wohin es mich hier noch treiben wird. Auf jeden Fall bin ich froh da zu sein wo ich bin. Nächstes Jahr steht der Plan schon fest: Mit dem Cousin eine WG gründen. Die Nerd-WG, die Big-Bang-Theory-WG, die Serienjunkie-WG... und so weiter. Hoffe alles geht klar und der Plan wird Realität. Denke dann geht das Leben hier nochmal richtig steil. Alternativen gibt es natürlich auch, aber darum mache ich mir jetzt noch keine Gedanken. Jeff Goldblum hat mal gesagt: „life finds a way“. Nürnberg hat sicher noch einiges mit mir vor, bin gespannt.

Frutarier - Ende nach 2 Wochen
Das Projekt ist vorbei. Der Grund dafür ist der ständige Hunger denn man hat. Ich weiß nicht warum aber man hat ständig Hunger, ein Gefühl das man als satt oder voll bezeichnen kann hat man selten. Vielleicht habe ich auch was falsch gemacht, möglicherweise auch der Sotffwechsel durch den vielen Sport, ich weiß es wirklich nicht. Was ist weiß ist, dass ich vor jedem Vollzeit-Frutarier Respekt habe. Länger als zwei Wochen habe ich es nicht durchgehalten.
Zuerst hatte ich diese Soyamilch satt, konnte mich nicht an diesen süßlichen Geschmack gewöhnen. Dann wurde es mir einfach zu komisch, nach jeder Mahlzeit sofort wieder Hunger zu haben. Bin jemand der sich sehr sparsam ernährt, heißt einmal am Tag den Bauch vollschlagen und das reicht dann auch. Meistens ein kleines Frühstück und dann Abends etwas Vernüftiges, so vernünftig Fertignahrung halt sein kann. Die erste Woche war es noch sehr einfach sich mit Früchten und Nussmischungen zu ernähren, nur dann wurde es schwerer weil, wie gesagt, dieses Gefühl "satt" einfach nicht aufkam.
Es war interessant einkaufen zu gehen, weil man so beschränkt war. Irgendwie lustig, aber auch seltsam wenn man diese Eingeschränktheit plötzlich realisiert. Das die allgemeine Nahrungslage unglaublich fleischlastig ist war mir schon vorher bewusst und schockt mich schon gar nicht mehr, verrückte Welt. Resignieren und ein Leben als hirnloser Fleischfresser führen hatte ich jetzt nicht vor, denke ich bleibe bei meinem üblichen Konzept, was da heißt: "Vegetarier kann man auch zu einem Prozentsatz sein". Dafür kann mich jetzt jeder Vegetarier verteufeln, aber sei es drum. Ich bleibe weiterhin 86% Vegetarier!
Die Drupal Transformation
Glaube ich hatte mein kunststoff Theme das erste Mal vor einem halben Jahr auf Drupal portiert. Irgendwann als ich gerade Drupal entdeckt habe und noch keine Ahnung von Nichts hatte. Das Theme von Wordpress auf Drupal umstellen war keine große Kunst, bisschen basteln hier und da aber sonst Kinderspiel, das größte Problem war die Unwissenheit um Drupal. Jetzt habe ich mich endlich hingesetzt und das durchgezogen! Und da ich gerade keinen Input für Texte habe, werde ich ein bisschen über Drupal schreiben.
Das größte Geheimniss hinter der jetzigen Drupal Installation ist, wie soll es anders sein, CCK und Views. Damit kann ich Fotoblog und Blog ganz gemütlich an einer Stelle steuern. Das läuft ungefähr so ab: Mit CCK wurden zwei Inhalttypen erstellt, einmal "Blog Beitrag" und einmal "Fotoblog Beitrag". Die Inhaltstypen haben keine besonderen Eingabefelder, Titel und Text. Bei den Blog Beiträgen reicht das völlig, beim Fotoblog kommt noch das Flickr Modul zum Einsatz, mit dem man ganz einfach Bilder aus dem Flickr Topf holen kann. Jetzt füllt man diese CCK Inhaltstypen schön mit Content und das wars auch schon, wie man das macht kann man sich selbst basteln. Bei mir läuft das WYSIWYG API Modul mit TinyMCE und Image assit für Bilderuploads.
Nun zum Output: so ziemlich alles läuft über Views. Eine View holt mir alle Blogartikel aus der Datenbank, zeigt mir die letzten 7 davon an und setzt dann eine Seitennavigation. Die zweite View macht Ähnliches mit den Fotoblog Beiträgen. Jetzt wird noch die Blog View als Drupal "Startseite" eingestellt und BAM. Außerdem werden die Feeds über Views gesteuert. Wer jetzt noch nicht von alleine darauf gekommen ist: Das Views Modul ist der Hammer!
Alles wird zum Schluss noch mit ausreichend CSS vermischt. Dazu muss ich sagen das hier, wie so ziemlich überall bei mir, die Zen Engine zum Theming läuft. Der Trick beim Fotoblog ist eine Mischung aus CCK Templates und einem separaten CSS File, page-fotoblog.tpl.php und ein fotoblog.css. Beim Blog läuft alles über das Zen Subtheme "martialblog" und Sidebar Blöcke. Alles in Allem, keine große Zauberei. Warum ich dann so lang gewartet habe? Pure, unverdünnte, absolute reine... Faulheit.
Fragen? Wünsche? Anregungen?
...Hello Drupal
Hallo Drupal.
Endlich habe ich es mal fertig gebracht Theme und Blog auf Drupal umzustellen.
Es sind zwar noch ein paar Kleinigkeiten zu machen, aber das wird schon. Da möchte ich doch auch gleich alle Besucher bitten mich auf Fehler hinzuweisen. Danke =)
Wer möchte kann sich jetzt auch gerne registrieren.
2296587 Fuss
Eine Reise nach Kiel steht im März an, eine ZweiPunkNull Geschäftsreise. Hier treffen sich dann das erste Mal alle drei Kernmitglieder des Projekts. Auf der Agenda steht vor allen die zukünftige Entwicklung des Ganzen 2P0 Sums und ein gemeinsamer Podcast. Werden auf jeden Fall spannende 3 Tage auf dem ZweiPunkNull BarCamp, eine Bezeichnung die Basti eingeführt hatte.
Eine größere Diskussion wird bestimmt auch die Umstellung des Musikblogs von Wordpress auf Drupal werden. Angedeutet habe ich das schon oft, aber jetzt müssen auch mal Nägel mit Köpfen gemacht werden. Aber was red ich da, muss die Podcast Seite jetzt erstmal fertig werden. Eine Baustelle nach der anderen. Und wenn keine Probleme da sind, versuche ich trotzdem an allen Ecken und Enden zu bastlen. Verrückt? Vielleicht.
Bin auch immer noch nich zufrieden mit der Besucher Kommunikation der Projekte. Es fehlt an äußerem Input, egal ob Kritik oder Ideen. Denke da müssen wir auch mal noch dran schrauben, Dinge vielleicht einfacher machen.
Kiel, pass auf! Wir kommen!
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