Handflächen offen, Augen geschlossen

Ich blicke um mich, von links streift mein Blick nach rechts; die Sonne blendet mich, ich muss die Augen zu kneifen.

Entspannt stehe ich da, fester Stand, lockere Haltung. Langsam schließe ich die Augen, bis meine Lider aufeinander treffen. Ich sehe die Sonne durch scheinen, ein warmes Spiel aus Orange, Gelb und Rot erfüllt meine Sicht.

Ein tiefer Atumzug füllt meine Lunge mit kühler Luft, bis zum Anschlag, nichts passt mehr rein. In meinem Kopf sammeln sich die Gedanken, wie Gespenster hausen sie dort, beim ausatmen verfliegen sie. Leer, frei, offen, ein gutes Gefühl.

Alles vergeht, Gefühle lösen Gedanken ab, Gefühle werden von Instinkt ersetzt. Ich öffne meine Hände, Luft streift durch meine Finger. Die gleiche kühle und frische Luft füllt erneut meinen Brustkorb. Alles verschwindet und ich beginne innerlich zu sehen, die untergehende Sonne vor mir, die unruhe Umgebung um mich.

Durchdringend, ohne Zwang, ohne wollen, einen Atemzug lang bin ich frei; Einundzwanzig. Aber die Welt ruft mich, ich höre die Umgebung wieder, laut und aufdringlich; und ich öffne die Augen. Das Licht der Sonne lässt alles Andere dunkel erscheinen.

Alle Sorgen treffen mich wieder, alles verschwimmt wieder zu einer undurchschaubaren Substanz; trüb und zäh. Der Dämon des Lebens, stellt sich mir wieder gegenüber. Der Kampf beginnt von Neuem; Leben.