Geschenke unterm Bodhibaum
Die Weihnachtszeit dieses Jahr war schon verrückt. Wenn man neben der Haustür einen der bekanntesten Weihnachtsmärkte hat, fühlt man sich jedes Mal wenn man das Haus verlässt so als würde einem Weihnachten einen Tiefschlag mitgeben. So gesehen war es verständlich das mich diese Zeit wieder näher an meinen Buddhistischen Glauben gerückt hat.
Dem christlichen Fest der Geschenke aus dem Weg zu gehen ist, und das war mir von Anfang an klar, ein Ding der Unmöglichkeit. Wieso auch dagegen sein, die meiste Ruhe hat man mit einer Mischung aus "mit dem Strom schwimmen" und einem Schuss Gleichgültigkeit. So entging ich dem größten Stress, trotzdem war es immer wieder eine Tortur durch die Stadt zu gehen. Die Stadt ist ja so schon voller Touristen, aber dann noch der Schub zu Weihnachten. Menschenflut.
Und pünktlich zum 25. Dezember verliert man kein Wort mehr darüber, außerdem einem kleinen wirtschaftlichen Review in den Nachrichten herrscht Totenstille. Die Zeit der Besinnlichkeit beschränkt sich scheinbar wirklich nur auf diesen einen Tag im Kalender, den Rest der Zeit verbringen die meisten wohl Besinnungslos. Lustig ist, das ich als Nichtchrist zur Weihnachtszeit Inspiration gefunden habe, die Inspiration mich viel mehr mit meiner Weltanschauung zu befassen. Was genau der Anstoß dazu war weiß ich jetzt nicht; vielleicht der wahnwitzige Materialismus den die Leute zu Tage bringen; eher der damit verbundene Kreislauf des Mehrwollens welcher im Buddhismus ja als eines der Kernprobleme gilt.
Hoffentlich kann ich mir diesen Gedanken lange genug im Kopf behalten, so das er vielleicht Früchte trägt. Und wenn nicht bin ich mir sicher in etwa 12 Monaten werd ich wieder dran erinnert.
Kommentare
Kommentar hinzufügen