Das Internet im 21. Jahrhundert - Teil 2

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Medienkompetenz und Politik

Facebook ist eine Web 2.0 Dienst im dem Soziale Netzwerke gebildet und gepflegt werden können. Dazu muss man sich anmelden, den Nutzungsbedingungen zustimmen und dann fleißig Daten eintragen um den Sinn und eines sozialen Netzwerkes zu erfüllen. Nutzer hat Facebook viele, mittlerweile sind es ca. 60 Millionen, abzüglich Karteileichen und inaktive Benutzer gibt das sicherlich noch eine enorme Menge. Das Facebook die Daten der Benutzer sammelt und damit Geld macht weiß man.

Facebook kann ferner Informationen über Dich aus weiteren Quellen sammeln, hierzu gehören unter anderem Zeitungen, Blogs, Instant Messaging Dienste und die Aktionen anderer Facebook Nutzer (z.B. Foto-Tags), um Dich mit mehr nützlichen Informationen und personalisierten Angeboten zu versorgen.

Über diesen Auszug aus den Datenschutzbestimmungen von Facebook kann jetzt jeder denken was er möchte.

Es ist kein Geheimnis das so genannte "sensible persönliche Daten" gezielt gespeichert und ausgewertet werden, was man alles bei einer Registrierung akzeptiert wissen die Wenigsten. Viele gehen sehr blauäugig an dieses Thema heran. Doch die Meisten können einfach nichts dafür, sie wissen es nicht, selbst wenn man seitenlange AGBs durchlesen würde. Niemand sagt dem normalen Internetbenutzer das seine Informationen sind im Internet Geld wert sind und wie er vernünftig damit umgeht. Natürlich leben Soziale Netzwerke von Benutzerinformationen, man möchte bewusst auf sich aufmerksam machen, seinen Freunden von Etwas berichten oder neue Freunde kennen lernen. Die Freiheit die einem gegeben wird muss aber nicht immer komplett ausgenutzt werden.

Im Bereich Medienkompetenz oder Medienerziehung geschieht noch zu wenig öffentlich. Es gibt Online viele Informationen und Diskussionen über das Thema, doch das Bewusstsein für Umgang mit persönlichen Informationen ist noch immer nicht stark genug. Das es anders geht zeigt uns die Kampagne zur Sexualaufklärung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung "mach's mit". Im Biologie Unterricht bekommen es Jugendliche früh mit und riesige Plakate an den Wänden rufen es einem immer wieder ins Gedächtnis. Die Gefahr einer Infektion mit z.B. AIDS bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr ist sicher jedem bekannt, ob man sich dann schützt oder nicht ist eine persönliche Entscheidung.

Organisationen wie klicksafe.de bemühen sich im Bereich Medienkompetenz, leider sind die Werbespots sehr eindimensional und präsentieren die typischen Klischees. Dadurch leidet die Seriosität des Internet und es bleibt nicht mehr als eine Spielwiese für verdrehte Charaktere. Das Bewusstsein das es ein ernstes Problem und eine Gefahr ist sich im Internet gedankenlos zu bewegen wird nicht geweckt. Großes Manko hier ist die fehlende Unterstützung der Politik. Ein Thema das schon oft diskutiert wurde, unter anderem auf der re:publica 2008.

Dem Internet und dessen Einfluss auf alle Bereiche des Lebens wird politisch noch viel zu wenig Aufmerksamkeit gegeben. Positiv ist hier das Verfassungsgericht in Karlsruhe aufgefallen, welches im Februar über den Bundestrojaner entschieden hat und uns ein Computer-Grundrecht geschaffen hat. Nur muss in dieser Richtung viel mehr passieren. Den das Internet wird wachsen, selbst wenn es in 30 Jahren nicht mehr Internet heißt, von globalen virtuellen Netzwerken werden wir nach und nach immer abhängiger. Es steckt alles noch in den Kinderschuhen, aber wir sind auch erst am Anfang des digitalen Zeitalters. Doch ein zweites virtuelles Leben ist schon lang keine Fiktion mehr und wird technisch immer komplexer.

Ein Politisches Institut das sich um Zweite Welt kümmert ist nötig. Denn das Internet, in all seiner technischen wie sozialen Komplexität, sollte nicht in den Zuständigkeitsbereich des Innenministeriums fallen. Eine Bundeszentrale für mediale Aufklärung, die Kampagnen finanziert und bei politischen Entscheidungen unterstützt, gibt es nicht. Und solange das Internet in der Öffentlichkeit nicht mehr als eine weltweite Spielwiese ist, wird sich im politischen Bereich auch kein großes Interesse zeigen. Wahrscheinlich wird es auch noch Jahre dauern bis es soweit ist, dabei hätten wir schon heute die nötigen Mittel und Dringlichkeit.

Nur ob die Menschen denen eine solche Einrichtung helfen würde diese überhaupt akzeptieren ist fraglich.

Das Erste was man in den Medien lesen würde wäre "Staat verschwendet Steuermilliarden"

Zitat - Basti, ZweiPunkNull

Vermutlich würde es auch genau so sein, dass Millionen Deutsche aufschreien und aufgebracht sind das Steuergelder ins Internet fließen. Natürlich muss hier finanziert, gehandelt und vorausgedacht werden denn früher oder später sind wir alle vernetzt sein. Solange der Staat hier nicht aktiver wird, werden milliardenschwere Firmen wie Google die Vorherrschaft in der virtuellen Welt haben und Benutzer knocken sich selber aus indem sie den Firmen genau das geben was sie wollen.

Teil 1 - Kapitalismus im Web

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