Das Internet im 21. Jahrhundert - Teil 1

in

Kapitalismus im Web

Das Internet wächst, unkontrollierbar in alle Richtungen und es macht keine Anstalten jemals damit aufzuhören. Trends kommen und gehen, neue Techniken ermöglichen komplexer werdende Abläufe immer simpler zu gestalten. Das Web 2.0 lädt jeden zum mitmachen ein, ohne Hintergrundwissen kann sich jeder im WWW verwirklichen. Welches Medium spielt dabei keine Rolle. Das Internet ist kein weiteres Übertragungsmedium wie Radio, Fernsehen oder Druck. Es ist alles zusammen und noch viel mehr.

In Zukunft werden immer mehr Bereiche des Alltags durch das Internet ersetzt und dadurch vereinfacht, verbessert und zugänglich für Jeden. In welchem Umfang das passiert kann sich heute noch kaum einer vorstellen, aber der Grad zwischen Fiktion und Realität ist schmal. Youtube ist gerade einmal 3 Jahre jung, andere Internetdienste weitaus jünger, trotzdem kennen und nutzen das Videoportal täglich Millionen. Die Zahl der Onlinedienste wächst fast so schnell wie ihre Vielfalt und es wird immer leichter sein komplettes Leben online zu leben. Manchmal scheinbar zu leicht.

Das Internet ist ein raues Pflaster. Die Klischees vom bösen Computerhacker oder perversen Pädophilen werden gern als Beispiele für die "Gefahren" im Internet missbraucht. Die große Bedrohung des 21. Jahrhunderts der islamische Terrorismus, welcher im Internet sein Lager aufgeschlagen hat, scheint auch mehr als das Ammenmärchen eines Mannes der Angst vor etwas hat das er nicht versteht. Die wirkliche Bedrohung im Netz ist der Kapitalismus, wahrscheinlich die wirkliche große Bedrohung des 21. Jahrhunderts.

Firmen haben schon lange erkannt dass das Internet, neben dem Kommunikation und Informationsmittel, auch ein unglaublich großer Markt ist. Ein weltweiter Markt ohne räumliche Begrenzung und durch juristische Tricks fast ohne Gesetze. Nationale Gesetze können manchmal recht einfach umgangen werden, oft reicht ein Server im Ausland um sich mehr Freiheiten zu verschaffen. Neben der gewaltigen Kaufkraft haben die Internetbenutzer noch andere Dinge mit denen sich Geld machen lässt. Das sind zum einen Klicks die Werbepartner anlocken und zum anderen ein völlig neues Gut, sensible persönliche Benutzerdaten.

Der Handel mit persönlichen Daten reizt immer mehr Firmen, denn es ist User-Generated-Content. Das heißt die Benutzer des Mitmachweb füllen ihre Web2.0 Profile mit Informationen und gehen tagtäglich ihren Gewohnheiten nach: Chatten, Shoppen, Runter/Hochladen oder ganz einfach Surfen. Dem Benutzer muss nur die Möglichkeit und ein Anreiz gegeben werden. Das scheint leichter zu werden in einer Welt in der Unterhaltung und Zerstreuung immer größer geschrieben werden. Das Web 2.0 ist eine Goldgrube für Firmen, Menschen die umsonst Unmengen an Informationen anschaffen mit denen dann gehandelt werden kann. Ein äußerst lukratives Geschäft, denn scheinbar ist den Meisten egal was mit ihren Daten passiert oder sie wissen es nicht.

Teil 2 - Medienkompetenz und Politik

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Insert Flickr images: [flickr-photo:id=230452326,size=s] or [flickr-photoset:id=72157594262419167,size=m].

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

CAPTCHA
Du du ein Mensch? Beweis es.
Image CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.