iVegetarier - die erste Woche
Die erste Woche ohne Fleisch lief leicht und ohne Probleme ab, da machte die nur-wasser Geschichte etwas mehr Stress. Auf Fleisch zu verzichten sehe ich nicht als Verbot oder als Last an, sondern mehr als Übung. Schon lange schule ich meinen Körper und Geist, neben dem Fitnesstraining stand auch lange Zeit geistiges Training an und so gehe ich mit anderen Gedanken an die Sache.
Allgemein verhält es sich so, das wenn man auf etwas verzichtet oder verzichten muss man sich das "gewünschte" immer vor Augen hält. Bestes Beispiel ist hier das Rauchen. Allen Carr schlägt in seinem Buch "Endlich Nichtraucher" eine ganz andere Taktik vor, man soll sich nicht permanent sagen was man nicht darf, sondern man sollte sich sagen "endlich bin ich muss ich nicht mehr". Und so kann man viele Dinge angehen. Wobei Fleisch essen jetzt keine Sucht ist. Das Buch, oder besser Prinzip, lässt sich dennoch gut übertragen. Tipp an alle Raucher, sehr lesenswert das Buch. Wenn ich Raucher wäre hätt' ich danach sicher aufgehört.
Zurück zum Vegetarismus. Erste Woche war fünfmal Training á 2-3 Stunden. Meine größte Sorge war ja, dass sich der Körper nicht ausreichend erholt auf Grund mangelnder Proteinzufuhr. Bis jetzt läuft alles normal, aber ich denke nach einer Woche merkt man davon wahrscheinlich kaum was, zumal ich auch reichlich Proteinpulver genommen habe. Denke falls Probleme auftreten, dann erst über einen längeren Zeitraum.
Was ein wenig schwerer war, die Geschichte mit dem Wasser. Seit Montag letzter Woche habe ich, neben ein bisschen Milch, ausschließlich Wasser getrunken. Egal ob Still, mit Kohlensäure versetzt, aus der Leitung oder als Tee nur Wasser, Morgens, Mittags, Abends. Ist schon manchmal so, dass man Lust auf Fruchtsaft oder mal ne Limo verspürt, sich dann aber doch für den Griff zum Wasserhahn entscheidet, sich entscheiden muss. Die Versuchung war schon ein paar Mal da, meistens hilf dann ein wenig süßer Tee. Man sieht hier wie verwöhnt der Körper ist, wie er tagtäglich mit süßem, ja sogar übersüßtem, Zeug konfrontiert wird. Die nächsten drei Wochen werde ich dem Geschmack des Wassers auf den Grund gehen.